Buchvorstellungen

Vakuum – Phillip P. Peterson

3. November 2020

Die Physikerin Susan Boyle forscht an einem Neutrinoteleskop in der Amundsen-Scott-Südpolstation und bemerkt seltsame Anomalien in einem fernen Sternenhaufen.
Der Astronaut Colin Curtis befindet sich auf einer Mondmission. Als er die NASA-Gatewaystation verlassen will, um auf dem Mond zu landen, wird die Mission abgebrochen.
Ein interstellares Raumschiff fliegt mit hoher Geschwindigkeit durch unser Sonnensystem. Es sendet eine Botschaft, die nur aus Formeln und Gleichungen besteht. Als die Botschaft entschlüsselt ist, steht die Menschheit vor einer der größten denkbaren Katastrophen. Die Warnung ist eindeutig. Das fremde Raumschiff ist auf der Flucht.

Petersons Endzeitszenario ist nicht so weit hergeholt. In einem Nachwort verweist er auf wissenschaftlich fundierte Aussagen und Belege. Ich kann mich erinnern, als der Teilchenbeschleuniger in Cern (Schweiz) gebaut wurde, gab es kritische Stimmen, die vor einem Vakuumzerfall warnten.

Im Buch gibt es einen kleinen Ausweg, mit dem einige wenige Menschen gerettet werden könnten. Hier kreuzt sozusagen die biblische Geschichte die Wissenschaft. Auch in diesem Abschnitt wird von technischen Möglichkeiten erzählt, an denen in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts gearbeitet wurde. Es gab auch Tests mit Modellen und Sprengsätzen.

Gleichzeitig taucht im Roman zwischen den Kapiteln immer wieder eine andere Zeitebene auf. Diese spielt fünfhundert Jahre später, zeigt, wie Generationen nach den geretteten Menschen leben und ihre Welt wahrnehmen.

„Vakuum“ ist ein großer Katastrophenthriller, der an die Meister der SF wie zum Beispiel Larry Niven, Jerry Pournelle, Isaac Asimov, Stanislav Lem oder Steven Baxter erinnern.

  • ISBN: 978 3 596 70074 5
  • Verlag: Fischer Tor

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