Buchvorstellungen

Falsche Ursula – Mercedes Rosende

8. September 2020

Ursula López ist mit sich und ihrer Welt unzufrieden. Sie fühlt sich zu dick, zu hässlich. Alleinstehend versucht sie ihren Alltag zu meistern, übersetzt literarische Werke – die Arbeit auf ihrem Schreibtisch nimmt kein Ende, scheitert an den verschiedensten Diäten.

Bis plötzlich das Telefon klingelt. Das tut es so selten, dass eine erschreckende Unruhe die Stille zerreißt. Man teilt ihr mit, ihr Mann sei entführt worden, man wolle ein Lösegeld. Bevor sie etwas sagen kann, hat der Fremde aufgelegt. Welcher Mann? Sie hat keinen Ehemann!

Was sollte sie tun? Sie beschließt, ihr eigenes Süppchen zu kochen …

Das Buch

Es liest sich spannend, flüssig, humorvoll. Immer wieder geschehen Dinge, die man so nicht erwartet hätte.

Wer möchte, kann sogar mit Ursula durch Montevideo eilen. Vor meinem inneren Auge tauchte der Plaza Indepencia, mit dem Denkmal des uruguayischen Generals José Gervasio Artigas auf …

  • ISBN: 978 3 293 00559 4
  • Verlag: Unionsverlag
  • Aus dem Spanischen von Peter Kultzen

Tipp

Der Roman „Krokodilstränen“ von Mercedes Rosende erschien in Deutschland schon 2018. Ob „Falsche Ursula“ in der deutschen Erstauflage vor 2018 erschien, ist mir nicht bekannt.

Folgt man den Handlungssträngen, sollte man die beiden Bücher in der folgenden Reihenfolge lesen:

1. „Falsche Ursula“

Ursula ist unzufrieden. Zu hässlich, zu hungrig, zu allein. Da kommt ihr der mysteriöse Erpresseranruf eigentlich ganz gelegen: Man hatte ihren Ehemann entführt, eine Million Lösegeld. Nur: Ursula hat gar keinen Ehemann. Grund genug, ihr kriminalistisches Talent auszuschöpfen und sich in ein abstrus herrliches Abenteuer zu stürzen. (Klappentext)

2. „Krokodilstränen“

Der Schauplatz: die Altstadt von Montevideo, mit düsteren Gassen und neugierigen Bewohnern. Der Coup: ein Überfall auf einen gepanzerten Geldtransporter. Die Besetzung: Germán, gescheiterter Entführer mit schwachen Nerven. Ursula López, resolute Hobbykriminelle mit unstillbarem Hunger. El Polo, der Kaputte, berüchtigter Verbrecherboss mit zu viel Selbstvertrauen. Doktor Antinucci, zwielichtiger Anwalt mit großen Plänen. Und schließlich Leonilda Lima, erfolglose Kommissarin mit einem letzten Rest von Glauben an die Gerechtigkeit. (Klappentext)

Mercedes Rosende

… geboren 1958 in Montevideo, Uruguay, studierte Recht und Integrationspolitik. Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit ist sie als Anwältin und Journalistin aktiv.

Für ihre Romane und Erzählungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2005 erhielt sie den Premio Mincipal de Narrativa für „Demasiados Blues“, 2008 den uruguayischen Nationalliteraturpreis für „La Muerte Tendrá tus Ojos“ und 2014 den Código Negro für „Falsche Ursula“. 2019 wurde sie für ihren Roman „Krokodilstränen“ mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet.

Sie lebt in Montevideo. (Umschlagtext)

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