Reise

Stadt im Grünen – Reading (GB)

26. November 2019

Diesmal bot sich eine Reise ins Vereinigte Königreich an, genauer gesagt, in die Stadt Reading.

Reading liegt zwischen London und Oxford und ist bekannt für seine Universität, die, neben Oxford, sehr hoch angesehen ist. Irgendjemand erzählte mir, dort leben circa 17500 Studenten.

In grauer Vorzeit beschlossen Benediktinermönche an einem idyllischen Flecken Erde, an dem sich die Flüsse Kenneth und Themse trafen, eine Abtei aufzubauen. Aus dieser Abtei entstand im Laufe der Zeit die Stadt Reading. (Weitere Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Reading)

Die Anfahrt

Nach reiflicher Überlegung, Auslotung aller Möglichkeiten, fiel die Wahl auf das Auto. Mit dem Flugzeug wäre man zwar schneller vor Ort, es fehlte allerdings die für die Reise notwendige Beweglichkeit vor Ort. Die Option Mietwagen schied angesichts der Dauer des Aufenthaltes (ca. drei Monate) auch aus.

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit dem Fahrzeug auf die Insel zu gelangen. Entweder nimmt man eine der Fähren oder lässt sich auf dem Autozug durch den Eurotunnel chauffieren. Da die Möglichkeit des Eurotunnels schneller geht, fiel die Entscheidung schnell.

Am ersten Tag meiner Reise fuhr ich bis nach Brüssel, dort checkte ich im Hotel Campanile Airport (https://www.campanile.com/de/hotels/campanile-brussel-bruxelles-airport-zaventem) ein. Das Hotel ist gut, es gibt etwas zu essen, W-Lan und Fernsehen ist vorhanden.

Der Eurotunnel

Am frühen Morgen des zweiten Tages startete ich in Richtung Calais. Meine Bedenken wegen des Eurotunnels, des Transportes nach England, verflüchtigten sich relativ schnell. Es ist eigentlich ganz einfach: Zuerst stoppt man an einem kleinen Häuschen. Dort wird man in einen bestimmten Parkstreifen eingeteilt, der abhängig von der Fahrzeuggröße ist. Nach dem der Transfer bezahlt ist, erhält man ein Ticket, das mit der entsprechenden Bezeichnung für den Parkstreifen gekennzeichnet ist (zum Beispiel A). Danach fährt man langsam weiter. Es könnte sein, dass der Zoll noch einmal einen Blick auf das Auto wirft und man sich ausweisen muss (so ähnlich wie am Flughafen, nur mit Auto). Dann kommen besagte Parkstreifen in Sicht. Das Personal weist in die richtige Richtung, dann heißt es warten.

Nachdem sich eine Schranke geöffnet hat, beginnt die Beladung des Zuges. Das geht einfach vonstatten, man muss da überhaupt keine Bedenken oder Angst haben. Man fährt auf einen Bahnsteig (es ist wirklich wie auf einem Bahnsteig eines jeden beliebigen Bahnhofes) und fährt seitlich in den Zug ein. Die Waggons sind geschlossen, keine Autotransporter im herkömmlichen Sinn. Im Waggon rückt man noch ein wenig zu seinem Vordermann auf, auch hier ist das Personal behilflich, das war es dann schon. Während der Fahrt, die circa fünfunddreißig Minuten dauert, bleibt man einfach in seinem Fahrzeug sitzen. (Info: https://www.eurotunnel.com/uk/)

Das Hotel

Ich entschloss mich für ein Travelodge Hotel als Dreh- und Angelpunkt der nächsten Zeit. Das Hotel Travelodge Westbound Reading liegt direkt an der M4. Es mag für unsere Vorstellung etwas befremdlich sein, sich für einen längeren Zeitraum in einem Hotel einzuquartieren, das direkt neben der Autobahn an einem Rastplatz liegt. Das klingt schlimmer, als es ist. Es ist ruhig, man hört fast nichts von der Autobahn, jedenfalls nicht mehr wie in einem Stadthotel. Ich bekam ein Zimmer auf der ruhigeren Seite zugewiesen. Vor dem Fenster befand sich eine große Wiese, in einiger Entfernung begann ein kleiner Wald. Das Hotel bietet denselben Komfort wie andere Unterkünfte der gleichen Kategorie in der Stadt auch. Es ist aber etwas günstiger, ich konnte ohne Probleme mein Fahrzeug parken und strategisch günstig für meine Zwecke lag das Haus auch noch. Was will man mehr? (Info: https://www.travelodge.co.uk/hotels/65/Reading-M4-Westbound-hotel)

In der Stadt

Beim Rundgang durch die Stadt fallen sofort mehrere Kirchenanlagen auf:

Wie anfangs schon erwähnt, entstand Reading aus einer Benediktinerabtei heraus. Die Reste der alten Abtei befinden sich noch immer im Zentrum der Stadt, da und dort lässt sich auch eine alte Mauer zwischen moderneren Gebäuden ausmachen:

Der stellenweise wirklich krasse Gegensatz zwischen längst vergangenen Zeiten und der Gegenwart lässt die Stadt regelrecht erstrahlen. Entlang der Mauerreste und „Fundstücke“ zwischen modernen Bauten finden sich immer wieder kleine Hinweistafeln, die dem erstaunten Besucher vom Leben in der Abtei erzählen. (Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Reading)

Der Campus

Der Universitätscampus der Stadt schmiegt sich südöstlich an den Rand der Stadt. Das Gelände ist sehr weitläufig, es gibt weite parkähnliche Anlagen zwischen den Unigebäuden, die zum Spazieren gehen, den Tag an der frischen Luft genießen einladen. Info: http://www.reading.ac.uk/

Außerhalb der Stadt

Rund um Reading gibt es viele Wanderwege, die durch Wiesen führen, vorbei an kleinen Kanälen auf denen Hausboote dahindümpeln.

Freizeitaktivitäten sind hier also keine Grenzen gesetzt. Man ist relativ schnell vom Stadtinneren auf einem dieser Wege unterwegs, weg vom Lärm und Stress des Stadtlebens.

Fazit

Mir gefiel die Stadt Reading sehr, weil sie einige Gegensätze in sich vereint, Natur und Stadt nahe beieinander liegen. Wer unterwegs in Großbritannien unterwegs ist, die Zeit hat, sich etwas anzuschauen – ich würde Reading empfehlen.

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